Unser Konzept

Unsere Konzeption soll als Richtlinie betrachtet werden und Einblick in unsere Arbeit und Ziele geben und zeigen, wie diese verwirklicht werden, damit sie ihr Kind unbesorgt und guten Gewissens in unsere Obhut geben können.

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die Konzeption laufend zu überprüfen und falls erforderlich, zu ändern bzw. anzupassen; allerdings erhebt sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Mit den besten Wünschen auf eine gute Zusammenarbeit!

 

Das Kind – eine eigene Persönlichkeit

Es ist uns sehr wichtig, die Persönlichkeit ihres Kindes zu respektieren und sehr behutsam mit ihm umzugehen.
Auch kleine Kinder setzen sich bereits aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und bestimmen ihre Entwicklung mit.

Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen, individuell auf Bedürfnisse und Interessen ihrer Kinder einzugehen.
In den ersten drei Lebensjahren durchlaufen die Kinder 50% ihrer gesamten Entwicklung, d.h. sie entwickeln sich in der Anfangszeit ihres Lebens in einem atemberaubenden Tempo. Es gibt dabei individuell unterschiedlich schnell verlaufende Entwicklungsschritte – wie z.B. Laufen lernen, selbstständiges Trinken aus dem Becher oder das Sauber werden, die wir mit unserem pädagogischen Handeln unterstützen und fördern.

Die Pflege nimmt bei Kleinkindern einen großen Raum ein, sie ist wichtig für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Auch Ruhe- und Schlafbedürfnisse und das Einnehmen der Mahlzeiten sind für ihre Kinder von elementarer Bedeutung.

Die kognitive Entwicklung wird von den Krippenpädagoginnen durch spielen, malen oder musizieren situationsbedingt gestaltet.

Jedes Kind kann dadurch spielerisch und individuell in einer kleinen Gruppe seine Umwelt erobern, sich und andere Kinder entdecken und auf diese Weise immer mehr Persönlichkeit entwickeln.

Pädagogische Arbeit

Grundlage unserer pädagogischen Arbeit in der Kinderkrippe ist der bayerische Bildungs- und Erziehungsplan mit seinen Lernbereichen.
Schwerpunktmäßig wird die Selbständigkeit, die sprachliche Kompetenz, der Musik- und Bewegungsbereich, sowie die Gesundheits- und Hygieneerziehung gefördert.

Bildungs- und Erziehungsziele

–        Erkläre es mir und ich werde es vergessen;
         –        Zeige es mir und ich werde mich erinnern;
–        –        –        Lass es mich selber tun und ich werde es verstehen!
–        –        –        –        –        –      –        –         –        –            (Konfuzius)

Wenn Kinder lernen, dann lernt immer das ganze Kind. Neben den Sinnen spielen auch Emotionen, geistige Fähigkeiten und Ausdrucksweisen eine ebenso wichtige wie zentrale Rolle.

In den ersten drei Lebensjahren sind die Entwicklungsschritte eines Kindes enorm und diese Kompetenzen wollen wir mit unserem pädagogischen Handeln unterstützen und fördern.

In dieser Altersgruppe spielt körperliche Nähe eine große Rolle. Beim Wickeln, Buch anschauen und Kuscheln erhalten die Kinder die Möglichkeit, ihr Bedürfnis nach Wärme und Geborgenheit zu stillen.

Fingerspiele, Lieder singen, Versteckspiele und viele Gespräche erfüllen die Wünsche nach Kommunikation und Verständigung.

Die Wahrnehmung durch Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen ist grundlegend für unterschiedliche Denkprozesse.

Unser Ziel ist es, den Kindern altersentsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln.

Angebote von Seiten des Personals, sowie verschiedenste Materialien und die durchdachte Raumstruktur spielen bei Kindern unter Drei eine sehr wichtige Rolle. Wir geben den Kindern dadurch die Möglichkeit, ihre Sinnesentwicklung und das kindliche Erforschen auszuleben.

Kinder leben nicht in beständiger Harmonie zusammen. Sie streiten und ärgern sich und wollen keine Rücksicht nehmen. Konflikte gehören zum Alltag und Streit kommt unter besten Freunden vor. In dieser Altersstufe brauchen Kinder die Chance, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und durchzusetzen. Damit stoßen sie notwendigerweise an Grenzen und lernen Konflikte zu lösen.
Wir Erwachsene helfen dabei. Wir geben Beispiele, wie Konflikte gelöst werden können, wir bestärken sie ihre Interessen nicht gleich aufzugeben wenn ein Konflikt droht und helfen, denn auch verlieren will gelernt sein.

Pädagogischer Ziele und Maßnahmen

Ziele

  • Die Selbstwahrnehmung und ein positives Selbstkonzept
  • Das Erleben von Selbständigkeit und eigenem Können
  • Das Spüren von „Ich- Kompetenzen“ und Autonomie
  • Das Erleben und der Aufbau von eigener Stärke und Selbstvertrauen
  • Das Erleben und Erkennen eigener Grenzen
  • Das Erleben von Zuverlässigkeit, Sicherheit und Geborgenheit
  • Der Erwerb von passiver und aktiver Sprachkompetenz
  • Der Aufbau altersspezifischer kognitiver Kompetenzen
  • Der Erwerb physischer Kompetenzen
  • Der Erwerb sozialer Kompetenzen
  • Die Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

Maßnahmen

  • Die emphatische Wahrnehmung und Erfüllung der kindlichen Bedürfnisse
  • Die vertraute und liebevolle Betreuung durch bekannte Bezugspersonen
  • Der Aufbau eines sicheren Bindungsverhaltens
  • Die aktive verbale und nonverbale Kommunikation
  • Das Gewähren von altersgerechten Handlungsspielräumen, sowie das gleichzeitige Schaffen von Sicherheit und Orientierung durch Grenzen und Regeln
  • Altersspezifische Bildungs- und Förderprojekte in allen Entwicklungsbereichen
  • Das Vermitteln von Werten und Normen
  • Das Erlernen adäquater Kommunikations- und Handlungsmuster
  • Das angemessene Verbalisieren von- und der Umgang mit Emotionen
  • Eine gezielte Beobachtung der Entwicklung des Kindes, sowie systematische und transparente Entwicklungsdokumentation
  • Die individuelle Förderung von Talenten und Begabungen
  • Der gezielte Abbau von Schwächen und Entwicklungsdefiziten

Teamarbeit

Alle Mitarbeiterinnen des pädagogischen Teams, inklusive des Kindergartens, führen regelmäßig Dienstbesprechungen durch, um pädagogische und organisatorische Fragen zu klären.

Für gruppeninterne Planungen hat das Team Verfügungszeit, in der auch Entwicklungsberichte, Portfolios etc. erstellt werden.

Alle Mitarbeiterinnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil, damit sie ihre pädagogische Arbeit weiterentwickeln können.

Übergang von der Krippe in den Kindergarten

Um den Kindern nach dem 3. Geburtstag den Wechsel in einen der Kindergärten zu erleichtern, arbeiten wir schon das ganze Jahr über mit dem Kindergartenpersonal, von St. Elisabeth, St. Martin und Irlbach zusammen.
Durch Hospitationen und Besuche in den jeweiligen  Kindergartengruppen, sowie durch geplante und stetige Einbindung der Krippenkinder in Unternehmungen oder Abschnitte des Kindergartenalltags, wird der Übergang sanft und fließend gestaltet.
Durch gemeinsame Freispielzeit im Garten oder Feste und Feiern, die miteinander gestaltet werden, lernen die Kinder im Laufe der Zeit alle Mitarbeiterinnen der Kindergärten kennen. Somit bleibt Kindern und Eltern eine erneute Eingewöhnung erspart.

 

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