Chronik

Die heilige Elisabeth

Wenige Heilige haben die Menschen so fasziniert wie die Heilige Elisabeth von Thüringen. Ihre Menschlichkeit, ihr Einsatz für die Armen und Kranken, sowie die Freude an der Frohbotschaft Jesu, ließen sie zu einer großen Frau der Christenheit werden.

Zum Elisabeth-Tag am 19.November
Elisabeth kam schon als kleines Mädchen alleine von Ungarn nach Deutschland auf eine Burg. Sie heiratete später den Grafen Ludwig und lebte dort gemeinsam mit ihm und ihren Kindern. Sie liebte ihren Mann und ihre Kinder von Herzen und sie liebte alle Menschen denen sie begegnete. Obwohl man es bei Hofe nicht gerne sah, verteilte sie oft Essen und Kleider an die Menschen die im Dorf und in der Nähe der Burg wohnten. Dann wunderten sich die Diener und sagten zueinander: „Sie benimmt sich gar nicht wie eine Gräfin!“

Eines Tages hörte Elisabeth von einer Frau, die sehr krank war. Ihre Kinder hätten nichts zu essen und weinten vor Hunger. Da packte Elisabeth einen Korb mit Nahrungsmitteln und machte sich auf den Weg ins Dorf.
Graf Ludwig hatte Angst um seine Frau. Es war ihm nicht recht, dass sie alleine hinunter ins Dorf ging. Er hatte Angst, sie könne sich bei den Kranken anstecken. Schnell sattelte er sein Pferd und ritt den Schloßberg hinunter. Da sah er seine Frau mit dem schweren Korb am Arm. Er verstellte ihr den Weg und wollte sehen, was sie in dem Korb trug.

Elisabeth deckte den Korb auf. Da strömte ein wundervoller, süßer Duft Ludwig entgegen. Im Korb lagen herrliche Rosen! Da spürte Ludwig in seinem Herzen:

„So wie die Rosen mit ihrem wunderbaren Duft erfreuen,
so macht die Liebe von Elisabeth die armen Menschen wieder froh.“

Jedes Jahr zum Elisabeth-Tag hören die Kinder die Geschichte der heiligen Elisabeth.
Die Kinder singen Lieder, bauen eine Burg, spielen im Rollenspiel die Geschichte der Heiligen Elisabeth nach.
Im November 2008 entstand unter Anleitung der Künstlerin und Kindergartenmutti Linda Schwarz und großer Schaffenskraft der Kindergartenkinder, ein großes Wandbild der Heiligen Elisabeth mit Stationen aus ihrem Leben. Das „Kunstwerk“ ziert seither den Eingangsbereich unseres Kindergartens.

Geschichte des Kindergartens „St. Elisabeth“

Durch die Ausweisung neuer Baugebiete und reger, einsetzender Bautätigkeit zeigte sich schon bald, dass der planerisch gelungene Kindergarten „St. Martin“, obwohl für 3 Gruppen ausgelegt, von seiner Kapazität her voll überlastet war. Damit hatte eigentlich niemand gerechnet. Seitens des Gemeinderates war man gefordert. Ursprünglich war geplant an den bestehenden Kindergarten Räumlichkeiten für eine 4. Gruppe anzubauen.

Letztendlich aber folgte man dem Ratschlag der Regierung, einen neuen Kindergarten zu bauen. Die Planung für den Kindergarten „St. Elisabeth“ legte man in die bewährten Hände von Herrn Dipl.-Ing. (FH) Willi Schlecht, nachdem bereits der Kindergarten „St. Martin“ vollen Anklang, auch überörtlich, fand.

Aus allen vorgelegten Modellen entschied sich der Gemeinderat für das architektonisch anspruchsvollste. Ausgebaut für zunächst 2 Gruppen besteht jederzeit die Möglichkeit, den Kindergarten „St. Elisabeth“ weiter auszubauen.

Kinderbetreuung wurde und wird in Strasskirchen groß geschrieben und nach einer Bauzeit von etwa 9 Monaten wurde der Kindergarten „St. Elisabeth“ auf einem 3.100 m² großem Grundstück fertig gestellt und am 27.10.1995 feierlich eingeweiht. Natürlich hat das Bauwerk großer Anstrengungen und der Ausschöpfung aller finanziellen Möglichkeiten bedurft.

Die Idee zur Grundrissgestaltung für den Neubau des zweigruppigen Kindergartens ist basierend auf der Konstruktion eines Wagenrades mit einer „Nabe“ im Zentrum und da herum fächerförmig angeordneten Jochen. Die „Nabe“ als Mittelpunkt wird dabei als Turm ausgeführt, wobei im Erdgeschoß dieses Turms die Sozialräume z. B. das Büro, der Personalraum und eine Küche mit Wirtschaftsraum untergebracht sind. Im Obergeschoß des Turms befindet sich die Turnhalle, die über eine Treppenanlage vom Foyer des Erdgeschosses aus erreichbar ist. Der Turm hat eine achteckige Grundrissform mit einem Helmdach und Flachdachziegelabdeckung.

Durch die gewählte Dachform war es möglich, über den beiden Gruppenräumen noch Spielgalerien einzubauen. Diese Galerien können über eine eigene Treppe vom jeweiligen Gruppenraum aus erreicht werden.

(Quelle: Festschrift Einweihung Kindergarten „St. Elisabeth“)